Bundesentscheid Xanten

10. Sep 2019

Bundesentscheid Xanten

Bundesentscheid der Jugendfeuerwehren in Xanten am Rhein (NRW)

Die Truppe der Jugendfeuerwehr hat bei der Deutschen Meisterschaft, wie bereits kurz berichtet, Bronze errungen. Trainer und Ehrenjugendwart Frank Altenhofen und Jugendwart Sebastian Wiedemann haben mit Kevin Bauer, Henrik und Simon Haulena, Paul Kasseckert, Sebastian Reimann, Sophie Keller, Agnes Neuner, Nina Häring, Julia Bäuml, Yanik Heger und Maximilian Sladky eine super Truppe beisammen.

Vor elf Monaten fing das Training der elf Jungen und Mädchen an. Zuerst standen im kleinen Kreis Einzelübungen für die verschiedenen Knoten und Stiche, die Techniken zum korrekten und zugleich schnellen Schlauchrollen und zum Ankleiden auf Zeit auf dem Programm.

Auch im Winter trainiert Nach und nach wurden die Übungen intensiver und die Zeiten besser. Die Wintermonate über wurde auf das Einzeltraining in der heimischen Fahrzeughalle gesetzt, im Frühling ging es auf den Sportplatz. Auf dem Programm standen schließlich ein Löschaufbau nach gesetzten Richtlinien mit einem Knotentakt auf Zeit und auf der 400-Meter-Bahn ein Staffellauf mit feuerwehrtechnischen „Hürden“, wie Schlauchrollen, Anziehen, Knoten am Strahlrohr und Leinenwurf durch ein Ziel.

Das Training fruchtete.

Den Kreis entscheid in Kemnath gewann die Truppe. Ebenso den Bezirksentscheid der Oberpfalz in Neumarkt. Richtig spannend war der Landesentscheid im fränkischen Hösbach bei Aschaffenburg. Dort legten sich die Tirschenreuther mächtig ins Zeug und holten wieder den ersten Platz mit einem deutlichen Abstand nach Punkten zum aktuellen Vizemeister aus Oberneukirchen (Landkreis Mühldorf am Inn).

Am Freitag ging es dann rund 650 Kilometer weit bis kurz vor die Landesgrenze zu den Niederlanden zu den Deutschen Meisterschaften in Xanten am Rhein nach Nordrhein-Westfalen. Nach der Eröffnungsfeier am örtlichen Marktplatz startete am Samstag bereits früh am Vormittag ein Pflichttraining, bei dem die Jugendgruppe der Kreisstadt schon ihr Können aufblitzen ließ und mit 5,6

Sekunden eine beachtliche Leistung im Knotenteil des Aufbaus ablegte.

Da machten selbst die erfahrenen Schiedsrichter große Augen.

Kreativer Auftritt

Am Samstagabend stand der seit 2007 etablierte sogenannte „C-Teil“ auf dem Plan. Ein kreativer Teil für die Mannschaften, der außer der Wertung des eigentlichen Wettbewerbs lief. Dabei gab der bayerische Meister einen kurzen selbst geschriebenen Auftritt einer Feuerwehrkapelle zum Besten, allen war klar, dass dies eine Hommage an die „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ von Norbert Neugirg war.

Am Sonntag folgte der Kampf um den Meistertitel. Erstmals waren Mannschaften aus jedem Bundesland angetreten. 31 Teams zeigten ihr Können. Es entwickelte sich ein

spannender Wettstreit. Für die Jungen und Mädchen aus Tirschenreuth ging es zuerst zum A-Teil, dem Löschaufbau mit anschließendem Knotentakt auf Zeit. Die Leistung war fehlerfrei und grandiose sechs Sekunden für die vier geforderten Knoten und Stiche waren eine klare Kampfansage an die anderen Teams.

Nach einer kurzen Pause ging es zum B-Teil, dem Staffellauf mit verschiedenen feuerwehrtechnischen Aufgaben. Sophie Keller sprintete los. Sie übergab das Staffelholz über Agnes Neuner an Henrik Haulena. Er erfüllte das Schlauchrollen als erste Aufgabe mit Bravour und gab den

Staffelstab weiter an seinen kleinen Bruder Simon, der ein Laufbrett überwinden musste. Als nächstes war Julia Bäuml an der Reihe: Ihre Aufgabe waren das Ankleiden mit Gürtel, Helm und Handschuhen – aus der Rückenlage und das so schnell wie möglich. Sie gab weiter an Kevin Bauer, der schickte dann Yanik Heger und dieser dann Nina Häring ins Rennen. Nina Häring und Yanik Heger

mussten gemeinsam einen Knoten mit Sicherung um ein Strahlrohr anlegen. Darauf folgt zum Abschluss Paul Kasseckert mit dem Leinenwurf durch ein festgelegtes Ziel. Er traf. Kopf an Kopf erreichte er mit den direkten Konkurrenten ins Ziel. Nur wenige Zehntel oder gar Hundertstel

Sekunden trennten die beiden Ersten. Das Foto-Finish ging mit einer spitzen Laufzeit zugunsten der Tirschenreuther Jugend aus – leider mit fünf Fehlerpunkten beim Knoten am Strahlrohr.

Drittbeste Jugendgruppe

Dann die mit Spannung erwartete Siegerehrung. Tatsächlich wurde Platz drei Wirklichkeit. Die Tirschenreuther sind mit 1.427 Punkten die drittbeste Jugendgruppe aus über 18.000 Jugendfeuerwehren mit über 250.000 Mitgliedern. Den zweiten Platz sicherte sich die Truppe aus

dem saarländischen Bergweiler-Sotzweiler mit 1.429 Punkten. Deutscher Meister wurde die Jugendfeuerwehr aus Wesel, Niedersachsen, mit 1.431 Punkten. Die Kameraden aus dem

oberbayerischen Oberneukirchen erreichten mit 1.415 Punkten Platz Sechs.

Mit angereist mit dem ICE waren auch über 25 Fans, Angehörige und Kameraden aus Tirschenreuth. Sie verbrachten das Wochenende in Düsseldorf und Umgebung. Auch ein Ausflug nach Amsterdam stand auf dem Programm.

Am Montag ging es dann für die erschöpften, aber doch glücklichen Jungs und Mädels wieder nach Hause, ins „gelobte Land“ nach Bayern, in die Oberpfalz, nach Tirschenreuth. Dort wurden sie standesgemäß von ihren Kameraden empfangen, mit Blaulicht und Martinshorn, gefolgt von einer gebührlichen Feier im heimischen Gerätehaus. Ebenfalls dabei anwesend waren der stv. Landrad Herr Alfred Scheidler, zweiter Bürgermeister Herr Peter Gold und der Sport- & Jugendbeauftragte Herr Hubert Rosner.


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